Kein grüner Segen für diese Atompolitik! – 2011

Unser Kampf ist noch lange nicht vorbei!
Die Abschaltung von 8 AKWs ist ein Erfolg, den sich die Anti-AKW-Bewegung auf die Fahne schreiben darf – aber es kann und darf doch wohl nicht sein, dass sich Bündnis  90/Die Grünen ohne Not von ihrer eigenen Forderung, einen Ausstieg bis 2017 durchzusetzen am Samstag auf ihrem Sonderparteitag verabschieden will!
Eine Zustimmung zu diesem Gesetz würde zehn weitere Jahre Atomrisiko mit über 25.000 Tonnen hochradioaktiven Mülls sowie den Weiterbau von Gorleben bedeuten- die Bereitschaft Seehofers in Bayern ebenfalls nach einem Endlagerstandort suchen zu lassen, soll lediglich davon ablenken, dass in Gorleben durch den weiteren Ausbau Fakten geschaffen werden.
Weiterhin soll die Urananreicherungsanlage in Gronau ausgebaut werden (derzeit werden etwa 30 AKWs weltweit mit Uranbrennstoff aus Gronau beliefert), demnächst nach vollendetem Ausbau werden es  9-10 % des Weltmarktes sein – und das soll ein Atomausstieg sein? Außerdem soll in Gronau Ende des Jahres der Bau eines riesigen Zwischenlagers für 60.000 Tonnen Uranoxid beginnen – ohne Endlagerungsmöglichkeit droht Gronau zu einem oberirdischen Atomendlager zu werden. Ganz davon abgesehen, dass die UAA nicht gegen Flugzeugabstürze gesichert ist, die Transportbehälter nicht mal gegen schwere Brände.
Wir sind in den vergangenen Jahren immer wieder für einen sofortigen und unumkehrbaren Atomausstieg auf die Straße gegangen – dieser ist machbar (s. Greenpeace-Studie)!!! Mit einer Zustimmung der Delegierten zum Beschluss der Grünen Spitze riskiert die Partei nicht nur einen massiven Glaubwürdigkeitsverlust, sondern auch einen erneuten Bruch mit der Anti-Atom-Bewegung (vgl. ‚Atomkonsens‘ von 2001) – hoffen wir, dass es nicht dazu kommt!
Als pdf  der offene Brief  ‚Kein grüner Segen für diese Atompolitik  von Umweltverbänden, Organisationen und Initiativen (u.a. der Arbeitsgemeinschaft -Schacht Konrad e.V.)