04. Apr 2015


Schacht Konrad geht uns alle an

Veröffentlicht um 16:34 Uhr unter Archiv

IMG_6286Bereits auf der Veranstaltung Ende März in SZ-Fredenberg u.a. mit dem Staatsekretär im Bundesumweltministerium Jochen Flasbarth forderte Salzgitters OB Klingebiel, dass Schacht Konrad ein Thema der Region und nicht allein von Salzgitter sei. Dort wurde bereits deutlich, dass die zahlreich anwesenden Konradkritiker aus der Region sich vehement gegen die Inbetriebnahme von Schacht Konrad als Atommüllendlager wehren werden, dies besonders unter dem Eindruck der kürzlich bekannt gewordenen Erweiterungspläne im Entwurf für ein Nationales Entsorgungsprogramm (NaPro), das u.a. die Erweiterung von Konrad um das Doppelte des einzulagernden Volumens vorsieht.

In den Osterferien kündigte die Bundesregierung nun an, dass die Öffentlichkeit bis zum 31. Mai 2015 die Gelegenheit habe, zum Nationalen Entsorgungsprogramm Stellung zu nehmen (Bundesanzeiger-NaPro-Auslegung).

Es ist jetzt also an der Zeit, sich mit zahlreichen Einwendungen und Stellungnahmen zur sogenannten Strategischen Umweltprüfung (nationales_entsorgungsprogramm_sup_umweltbericht_bf)  zu beteiligen, um deutlich zu machen, dass es bei der Inbetriebnahme von Schacht Konrad nicht um Sicherheit geht. Wer hätte sonst ein Lager für atomare Abfälle mitten in eine dichtbesiedelte Region geplant, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, wie sich Störfälle auf die Menschen und die Produktion in den Industriebetrieben auswirken werden?  Die fehlende Konzeptplanung des Bundesumweltministeriums, wie denn nun mit allen anfallenden Arten von Atommüll umgegangen werden soll, wird angesichts der überquellenden bestehenden Zwischenlager immer brisanter. Zusätzlich setzt das  NaPro die Bundesregierung unter Druck –– ein Lager für den sogenannten schwach- und mittelradioaktiven Abfall muss unter allen Umständen her – ohne Rücksicht darauf, dass z.B. die Sicherheitsbestimmungen aus den 80er Jahren stammen, dass das Endlager nicht auf Rückholbarkeit angelegt ist usw.

Weitere Informationen darüber, wie sich Bürger aus der Asseregion an der Kampagne beteiligen können, folgen hier ab Mitte April. Alle Interessierten, die die gemeinsamen Einwendungen gegen das Nationale Entsorgungsprogramm aktiv unterstützen wollen, sind herzlich aufgefordert, sich am Samstag 18.04. von 11.00 – 14.00 im Gemeindehaus in Salzgitter-Bleckenstedt am Treffen zur Einwendungskampagne zu beteiligen, zu dem die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad e.V. einlädt.

Hintergrundinformationen und Bewertungen finden Sieauf der Seite des Atommuellreports.

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