07. Jul 2013


Keine Atomfabriken in Wohngebieten

Veröffentlicht um 07:03 Uhr unter Archiv

atomalarm-banner-1Unter dem Motto ‚Keine Atomfabriken in Wohngebieten‘ unterstützt die BASA den Aktionstag der BISS rund um Eckert&Ziegler am Samstag, 14.September (eine Woche vor der Bundestagswahl) und ruft zur Teilnahme insbesondere aus der Asseregion auf. Wie und in welcher sich die BASA genau an diesem Tag beteiligen will, wird ab August hier zu lesen sein.

Wohnen ● stadt ● Atomanlagen

Der Betrieb von Atomanlagen im Stadtgebiet ist unverantwortlich! In Braunschweig befindet sich der Firmenkomplex von Eckert & Ziegler, GE Healthcare und Buchler neben Wohnhäusern und Schulen. Die Firmen und ihre Vorläufer bauten ihre Geschäftsfelder, die sich um die Be- und Verarbeitung radioaktiver Stoffe drehen, stetig aus. Jetzt soll die Annahme und Verarbeitung von Atommüll noch massiv intensiviert werden.
Schon heute strahlt das dort gelagerte Inventar zwei- bis dreimal so stark wie alles, was in der Asse liegt.Die aktuelle Genehmigung erlaubt sogar noch ein Vielfaches dessen. Bereits seit Jahren werden am Zaun des Firmengeländes im bundesdeutschen Vergleich höchste Strahlungsemissonen festgestellt. Eigentlich sind diese hohen Strahlungswerte gar nicht zulässig, doch die Behörden legitimieren die Strahlungswerte mittels „kreativer“ Auslegung der Verordnungen.
Durch die Betriebe sind die Menschen in Braunschweig und dem Umland erheblichen Risiken ausgesetzt. Die Freisetzung von Strahlung durch Atomanlagen hat schädigende Wirkungen auf Menschen und Umwelt. Viele davon wurden systematisch unterbewertet, um an der Atomkraft festhalten zu können. Atomanlagen stehen selbst bei Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben im Verdacht, für schwerwiegende Erkrankungen wie Krebs und für andere gesundheitliche Beeinträchtigungen verantwortlich zu sein. Schon heute sind die Menschen in der Nähe der Braunschweiger Industrieanlage hohen Belastungen ausgesetzt.
Die An- und Abflugrouten des ausgebauten Flughafens verlaufen häufig über dem Firmenkomplex. Im Fall eines schweren Stör- oder Unfalls, z.B. durch einen Flugzeugabsturz, wäre mit drastischen Folgen für große Teile des Stadtgebietes und ggf. der umliegenden Orte zu rechnen.

Keine Atomanlagen neben Wohnhäusern und Schulen!

Die Firma Eckert & Ziegler will den Betriebsteil zur Be- und Verarbeitung von Atommüll massiv erweitern. Sie bewirbt europaweit dieses Geschäftsfeld, das z.B. auch die Konditionierung von radioaktiv belasteten Materialien aus stillgelegten Atomkraftwerken beinhaltet. Behörden und Stadtverwaltung sind nicht willens, die Erweiterung zu verhindern und Prioritäten für eine Wohnbebauung gegenüber industrieller Nutzung zu setzen. Den Ausbau der Atomanlage kann nur noch großer öffentlicher Druck verhindern:
Samstag, 14. September ● Punkt 16 Uhr  Kommt zur Menschenkette um das Firmengelände!
Den genauen Ablauf der Veranstaltung findet Ihr hier
und den Aufruf als download:   aufruf-biss-sep-14-2013_final