Monatsarchiv für Juni 2013

10. Jun 2013


22.-23.06.13 Standortkonferenz zu Schacht Konrad in Salzgitter- Bleckenstedt

Veröffentlicht um 22:48 Uhr unter Archiv

Standortkonferenz 2013Schacht KONRAD – Problem statt Lösung

Schacht KONRAD wird zurzeit zu einem Lager für Atommüll ausgebaut. Bisherige Kosten fast 1,5 Mrd. Euro. Doch je weiter die Bauarbeiten voranschreiten, desto mehr Probleme ergeben sich. Statt 2014 soll das Lager frühestens 2021 in Betrieb gehen. Die Kosten explodieren. Statt der ursprünglich veranschlagten 900 Mio. Euro soll allein der Umbau mindestens 2,2 Mrd. Euro kosten.
Das hat Folgen für die Zwischenlagerstandorte, deren Genehmigungen in den nächsten Jahren auslaufen und die nicht wissen, wie es mit dem Atommüll weitergeht.
Nach dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik wäre KONRAD niemals genehmigt worden. Dennoch klammern sich Atomindustrie und Politik beharrlich an diesen Standort, weil er ihr einziger rechtlich abgesicherter Notnagel im Atommülldesaster ist.Damit nicht immer höhere Kosten zu immer größeren mehr Sachzwängen führt, muss der Ausbau von Schacht KONRAD sofort gestoppt werden! Die Hinhaltetaktik und Täuschungsmanöver für die Zwischenlagerstandorte müssen gestoppt werden!
Ziel der Standortkonferenz KONRAD ist es, Wissenschaftler, Engagierte und interessierte Menschen aus der Region, aus Gewerkschaft, Landwirtschaft und Umweltverbänden und insbesondere auch von Atommüllstandorten, die auf die Fertigstellung von KONRAD warten, zusammenzuführen, um sich vor Ort über den neusten Stand der Risiken und Probleme zu informieren, zu diskutieren und gemeinsam Strategien zu entwickeln.

Hier gibt es das Programm, Flyer, Anreise
Anmeldung

7 Gründe gegen Konrad

 

09. Jun 2013


Asse II: Notfallplanung und Rückholung auf Kollisionskurs?

Veröffentlicht um 21:40 Uhr unter Archiv

In seinem Vortrag am 19.6. im Herrenhaus in Sickte zog Dr. Hoffmann, wissenschaftlicher Berater der Asse 2-Begleitgruppe, eine erste persönliche Bilanz über die Entwicklung an der Asse in den letzten vier Jahren. In seinem dreiteiligen Vortrag gab der Referent zunächst einen kurz gefassten Rückblick auf  das Geschehen an der Asse von 1978 (Beendung der Einlagerung von Atommüll) bis heute.
Also alles paletti an der Asse? Im zweiten Teil seines Vortrags ging Dr. Hoffmann auf die Notfallplanung ein, also jene Maßnahmen zur Stabilisierung des Bergwerks für den sicheren Weiterbetrieb der Anlage und den Fall eines nicht beherrschbaren Wassereinbruchs. Dazu gehören die Firstspaltverfüllungen in den Kammern, die Verfüllung der Nebenabbaue, um das Bergwerk zu stabilisieren. Diese Maßnahmen führten auch zu ersten nachweislichen Erfolgen. Nun jedoch plant das BfS auch die Verschließung der Sohlen in 750- und 725 Metern Tiefe, sodass eine Rückholung der dort liegenden Fässer – es handelt sich um den Hauptanteil der leicht radioaktiven Fässer – nur von oben von der 700-Meter-Sohle oder über eine vollständige Neuauffahrung der Zugangsstrecken möglich ist.  Welche Folgen sich aus dieser Verschließung für die Rückholung ergeben, ist nicht abzuschätzen: Weder gibt es präzise Vorstellungen wie die Rückholung von oben erfolgen soll, noch scheint man sich Gedanken darüber zu machen, wie man die betroffenen Kammern vor dem Laugenzufluss von oben als auch von der Seite her schützen und durch welche Beobachtungsmaßnahmen der Zustand der Kammern selbst und der Fässer in den Kammern verfolgt werden kann. „Bedeutet die Verschließung dieser Sohlen im Rahmen der Notfallmaßnahmen nicht die Beendigung der Rückholung, bevor man mit der Rückholung überhaupt begonnen hat?“ war daher eine kritische Frage aus dem Publikum.
Die Frage, ob das BfS eigentlich ernsthaft die Rückholung anstrebt, stellt sich auch, wenn man die Zeitplanung für die Rückholung betrachtet: Weiterlesen »