06. Jun 2012


Gegen die Flutung des Mülls in Asse II

Veröffentlicht um 22:33 Uhr unter Archiv

Rückholung wird versprochen, Flutung vorbereitet. Wir fordern: Pumpen statt Fluten!

 

20 Tage – 20.000 Unterschriften! Jetzt aktiv werden!

http://www.asse2alarm.de/

Unterschriftenliste farbig
Unterschriftenliste schwarz-weiß

Wir brauchen die ausgefüllten Unterschriften-Listen bitte unbedingt bis zum
27. Juni zurück ins Umweltzentrum Braunschweig, Ferdinandstr. 7 damit wir sie am 28. Juni in Berlin mit einer Aktion überbringen können. Danke!

Ein verformtes, durchfeuchtetes Salzbergwerk ist der denkbar schlechteste Ort, um Atommüll zu lagern. Deshalb musste die Bundesregierung 2009 eingestehen, dass es ein Fehler war, Atommüll in Asse II im Kreis Wolfenbüttel einzulagern. Sie hat im Januar 2010 versprochen, den Müll aus der Asse wieder herauszuholen. Der Bundesumweltminister bestätigte dieses Versprechen am 12. März 2012 vor laufenden Kameras.

Die Taten von Bund, Land und Betreiber sprechen allerdings eine andere Sprache:

  • Ein Memorandum aus dem BfS prognostizierte, dass in den nächsten Monaten eine Sachlage eintreten würde, die es erfordern würde, von der Bergung Abstand zu nehmen. Am Ende heißt es: „Ich schlage vor, bereits jetzt alle fachlichen und kommunikativen Vorbereitungen für die Aufgabe des Projektes „Rückholung“ zu treffen.“
  • Nach wie vor betreibt der Bund den Versuch, einen sog. Langzeitsicherheitsnachweis für den Verbleib des Mülls in ASSE II errechnen zu lassen. Eine solche rechnerische Prognose soll mittels fragwürdiger Grundannahmen darstellen, dass die Freisetzung von Radioaktivität auf lange Sicht unter bestimmten Grenzwerten bleibt. Durch diesen „Nachweis“ soll der Beschluss der Rückholung unterlaufen werden.
  • Das Wichtigste: Das Land Niedersachsen fordert als Vorbedingung für das Öffnen der Atommüll-Kammern eine Notfallplanung für den Fall, dass plötzlich deutlich mehr Wasser ins Bergwerk läuft als bisher. Die einzige Maßnahme, die der Betreiber verfolgt, ist die Flutung der Asse. Dadurch würde es in nicht vorhersehbaren Zeiträumen an nicht bestimmbaren Orten in Norddeutschland zu nicht berechenbaren radioaktiven und chemotoxischen Kontaminationen kommen. Vorkehrungen, größere Mengen Wasser aus dem Bergwerk abzupumpen, werden nicht verfolgt.

Die Kampagne „Asse Alarm – gegen die Flutung des Mülls in ASSE II“ soll jetzt richtig Fahrt aufnehmen.  Die Zeitung zur Kampagne ist gedruckt und kann nun verteilt werden.

Wer Zeitungen zum Verteilen in der Nachbarschaft, im Kollegenkreis usw. haben, melde sich unter  Tel. 0151-56591447 oder  per Mail info [ätt] asse2alarm.de