18. Mrz 2012


Röttgen an der Asse

Veröffentlicht um 22:36 Uhr unter Archiv

Der lang eingeforderte Besuch des BUM Röttgen fand (ein Schelm wer angesichts des Termins an Böses dabei denkt) just am Tag nach der erfolgreich durchgeführten Lichterkette im Braunschweiger Land statt. Viele, viele Polizisten waren vor Ort, ebenso ein großes Medienaufgebot ….Allen Schwierigkeiten zum Trotz wurde der Bundesumweltminister von zahlreichen Demonstranten lautstark empfangen.

Man berücksichtige dabei den kurzfristig angesetzten Termin Montag früh um 11.00 Uhr! Nur wenige der über 25.000 Teilnehmer der Lichterkette konnten sich am Montag morgen an der Asse einfinden, die wenigsten verfügen wohl über Einkünfte in Höhe eines Ministerialgehaltes, so dass sie sich eher wieder um den Broterwerb kümmern mussten.  

Herr Röttgen nahm sich tatsächlich  40 Minuten Zeit, um mit einigen Bürgern und Bürgerinnen aus der Region zu sprechen – während diese an einem Tisch Platz genommen hatten, blieb der Bundesumweltminister die ganze Zeit stehen – Kommentar überflüssig! 

Er  bekannte sich öffentlich zur Bergung des Atommülls – wir werden weiter aufpASSEn, dass dies nicht nur ein Lippenbekenntnis bleibt! Dass unsere Zweifel berechtigt sind, zeigen die Kommentare und Berichterstattungen in den Medien.

Ein Bundesumweltminister, der sich beim BfS-Präsidenten erkundigen muss, in wessen Eigentum sich das Bundesamt für Strahlenschutz befinde, mutet, mit Verlaub gesagt, merkwürdig an – weiß der Mann, worum es geht???

Weitere Zweifel an seiner Fachkenntnis erlauben Röttgens Fragen danach, wie Autos u. große Maschinen unter Tage gelangen. 

Glaubt ihm die Bevölkerung, was er sagt, ‚Wenn er gewusst hätte, wie eindringlich so ein Tag wirke, wäre er schon früher gekommen’ – ja, was muss denn noch passieren, damit ein Bundesumweltminister sich um das derzeit hierzulande größte atomare Problem kümmert? 

Seit Dienstag befindet sich dieser Bundesumweltminister im Wahlkampf in NRW, da sind doch Zweifel erlaubt, inwieweit Röttgens Bekenntnis zu Räumung des Atommülls aus der Asse lediglich ein Lippenbekenntnis bleibt. Seine ohnehin schon knapp bemessene Zeit (deutlich am Tor vor Asse 2 demonstriert) wird ihm wohl zukünftig noch weniger Zeit für die Asse und die Bevölkerung vor Ort lassen, da er jetzt  eher Wahlkämpfer und Spitzenkandidat als Bundesumweltminister sein wird. 

Geht jetzt alles wieder von vorn los? Egal, wie die Wahl ausgehen wird, ist es doch sehr fraglich, ob Röttgen Bundesumweltminister bleiben wird –bedeutet dies wieder eine Stellenausschreibung in Berlin–  und wie lange wird es wohl dauern, bis der zu findende neue Bundesumweltminister die Asse besuchen wird? Wir werden nicht nachlASSEn!!